Rollstuhl für Senioren: selbst fahren oder geschoben werden
Ein Rollstuhl für Senioren ist meist ein faltbarer Schieberollstuhl für Wege, die mit Rollator oder Gehstock nicht mehr gehen: zum Arzt, zum Einkaufen, auf den Ausflug, nach einem Sturz oder einer Operation. Es gibt zwei Bauarten. Der Selbstfahrer hat große Hinterräder mit Greifreifen, mit denen man sich selbst antreibt. Der Transportrollstuhl hat kleine Hinterräder und wird von Angehörigen geschoben; er ist schmaler und leichter. Entscheidend sind am Ende vier Zahlen: Gesamtbreite, Faltbreite, Gewicht und Belastbarkeit.
Mobiclinic Bolonia: Aluminium, 13,2 kg, Sitz 46 cm, gefaltet 27 cm breit. Passt, wenn beide Arme noch kräftig sind.
PEPE Mobility Transportrollstuhl: Sitz 46 cm, 15 kg, bis 113 kg, gefaltet 27 cm. Passt für Arztwege mit Begleitung.
Mobiclinic Pirámide: Aluminium, 10 kg, 54 cm breit, Bremsen auch am Schiebegriff. Passt für kurze Strecken und Reisen.
Persönliche Auswahl, keine Labormessung. Maße, Gewichte und Belastbarkeit sind Angaben der Hersteller auf Amazon, Stand 29.10.2026.
Erst die Krankenkasse, dann der eigene Kauf: Braucht jemand den Rollstuhl wegen Krankheit oder Behinderung, ist er ein Hilfsmittel, für das die gesetzliche Krankenkasse aufkommen kann. Dafür braucht es eine ärztliche Verordnung, und die Kasse sollte vor dem Kauf gefragt werden. Die Rollstühle auf dieser Seite sind Privatkäufe, etwa als Zweitrollstuhl für Auto und Reise. Wie der Weg über die Kasse läuft, steht im Abschnitt Krankenkasse. Bei Schlaganfall, Lähmung, Druckstellen oder wenn jemand viele Stunden am Tag im Rollstuhl sitzt, gehört die Auswahl ins Sanitätshaus.

Wer bewegt den Rollstuhl? Diese Frage kommt vor jeder anderen
Im Geschäft stehen Selbstfahrer und Transportrollstühle nebeneinander und sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Der Unterschied steckt in den Hinterrädern. Große Räder mit Greifreifen brauchen Kraft in beiden Armen und Schultern, machen aber unabhängig: Wer sich in der Wohnung selbst zum Tisch oder ans Fenster fahren kann, ist auf niemanden angewiesen. Kleine Hinterräder sparen Breite und Gewicht, dann schiebt aber immer jemand. Ob der Rollstuhl dauerhaft gebraucht wird oder nur für längere Wege neben einem Rollator, verändert die Auswahl ebenfalls.
Was vor dem Kauf auf den Zettel gehört
Ein Zollstock, zehn Minuten Zeit und ein Blatt Papier ersparen die meisten Rücksendungen. Die sechs Werte unten stehen bei allen Modellen in der Vergleichstabelle.
Gesamtbreite gegen Türbreite
Durch die Tür muss der ganze Rollstuhl, mit Rädern und Greifreifen. In dieser Auswahl reicht das von 54 bis 64 cm. Die engste Tür der Wohnung messen, oft ist es das Bad.
Faltbreite gegen Kofferraum
Zusammengeklappt sind die Modelle hier 27 bis 29 cm breit, dazu kommen Höhe und Länge. Den Kofferraum innen messen, nicht die Klappe.
Gewicht für den, der hebt
Zwischen 10 und 17,5 kg liegen die Rollstühle hier. Heben muss ihn meist die Partnerin oder der Partner, oft selbst über siebzig.
Sitzbreite
Sie steht im Titel jedes Angebots. 38 cm ist sehr schmal, 46 cm ein häufiges Maß. Zu eng drückt an der Hüfte, zu breit lässt den Körper zur Seite sinken.
Belastbarkeit
100 bis 113 kg tragen die Modelle hier. Wer näher an der Grenze liegt, nimmt das höhere Modell oder lässt sich im Sanitätshaus beraten.
Sitzhöhe
Sie liegt hier bei 47 bis 49 cm. Sie entscheidet, ob man vom Bett oder Sessel gut hinüberrutscht und ob die Knie unter den Esstisch passen.
Sechs Rollstühle mit ihren Herstellerangaben
Alle Werte stammen von den Amazon-Produktseiten der Hersteller, Stand 29.10.2026; nachgemessen habe ich nichts. Wo ein Anbieter zwei verschiedene Werte nennt, steht in der Tabelle der vorsichtigere, der zweite steht darunter.
| Modell | Gewicht | Sitzbreite | Breite offen / gefaltet | Belastbar bis |
|---|---|---|---|---|
| PEPE Mobility Selbstfahrer | 17,5 kg | 46 cm | 64 / 29 cm | 113 kg |
| Mobiclinic Bolonia | 13,2 kg | 46 cm | 64 / 27 cm | 110 kg |
| PEPE Mobility Transport | 15 kg | 46 cm | 61 / 27 cm | 113 kg |
| Mobiclinic Maestranza | 15,4 kg | 43,8 cm | 60,5 / 28,5 cm | 100 kg |
| PEPE Mobility schmal | 13 kg | 38 cm | 54 / 29 cm | 100 kg |
| Mobiclinic Pirámide | 10 kg | 41 cm | 54 / 28,5 cm | 100 kg |
| Modell | Antrieb | Hinterräder | Sitzhöhe | Bewertungen |
|---|---|---|---|---|
| PEPE Mobility Selbstfahrer | Greifreifen | 62 cm | ca. 48 cm | 4,4 Sterne, 939 |
| Mobiclinic Bolonia | Greifreifen | 60 cm | 48 cm | 4,3 Sterne, 814 |
| PEPE Mobility Transport | geschoben | 30 cm | 49 cm | 4,7 Sterne, 795 |
| Mobiclinic Maestranza | geschoben | 29,7 cm | 48,4 cm | 4,3 Sterne, 1.853 |
| PEPE Mobility schmal | geschoben | 20 cm | 48 cm | 4,4 Sterne, 772 |
| Mobiclinic Pirámide | geschoben | k. A. | 47 cm | 4,1 Sterne, 1.807 |
Abweichende Angaben der Anbieter: Mobiclinic Bolonia nennt im Titel 110 kg, im Datenblatt 120 kg. Mobiclinic Pirámide nennt im Datenblatt 100 kg, in den Herstellerantworten 110 kg. PEPE Mobility schmal nennt als Gesamtbreite 54 cm und an anderer Stelle 50 cm. Der PEPE-Selbstfahrer gibt die Sitzhöhe nur in Zoll an (19 Zoll, gut 48 cm). Bei Pirámide ist die Größe der Hinterräder nicht eindeutig angegeben, deshalb k. A.
Preise und Verfügbarkeit abgerufen am 6.11.2026 um 19:05 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Selbstfahrer: wenn Arme und Schultern noch mitmachen
Ein Selbstfahrer ist breiter und schwerer, dafür kann man sich in der Wohnung selbst bewegen und draußen kurze Strecken alleine fahren. Beide Modelle hier haben zusätzlich Schiebegriffe, können also auch geschoben werden.
Mobiclinic Bolonia, faltbarer Selbstfahrer aus Aluminium, Sitz 46 cm
Das Problem, das er löst: Ein Selbstfahrer aus Stahl wiegt schnell 17 oder 18 kg, und das hebt nicht jeder in den Kofferraum. Der Bolonia aus Aluminium kommt laut Hersteller auf 13,2 kg, hat 60 cm große Hinterräder mit Greifreifen und eine Rückenlehne, die sich zum Transport umklappen lässt. Gefaltet ist er laut Mobiclinic 27 cm breit, offen 64 cm. Die Armlehnen lassen sich hochklappen, was das seitliche Umsetzen mit einem Rutschbrett erleichtert.
Passt für: Menschen, die sich mit beiden Armen selbst antreiben können und den Rollstuhl oft ins Auto laden. Passt nicht für: Kopfsteinpflaster auf längeren Wegen, denn die Reifen sind laut Käuferstimmen hart. Wer sich nur mit einem Arm antreiben kann, wendet sich an das Sanitätshaus.
Warum in der Auswahl: leichtester Selbstfahrer mit vielen deutschen Bewertungen, den ich mit lieferbarem Angebot gefunden habe; verkauft und versendet von Amazon.
Was Käufer berichten: gelobt werden das geringe Gewicht, das schnelle Zusammenklappen und dass er im Kofferraum wenig Platz braucht; einige nutzen ihn auch auf Reisen. Zu bedenken: Eine Stimme beschreibt, dass die Finger am Greifreifen leicht am Rad anstoßen, andere hätten sich weichere Reifen gewünscht. Bei einem Käufer brach nach knapp einem Jahr eine Fußstütze, der Rollstuhl wurde ersetzt. 4,3 von 5 Sternen bei 814 Bewertungen (Stand 29.10.2026).
PEPE Mobility Rollstuhl faltbar, selbstfahrend, Sitz 46 cm, bis 113 kg
Der PEPE-Selbstfahrer setzt auf einen Stahlrahmen und große Hinterräder von 62 cm mit Profil, laut Hersteller pannenfrei. Mit 17,5 kg ist er der schwerste in dieser Auswahl, trägt dafür bis 113 kg. Die Armlehnen klappen hoch, die Fußstützen lassen sich abnehmen und in der Höhe verstellen. Ein Sicherheitsgurt und eine Tasche an der Rückenlehne gehören dazu. Zusammengeklappt misst er 29 mal 80 mal 92 cm.
Passt für: den Alltag in der Wohnung und kurze Wege draußen, wenn das Gewicht beim Verladen keine Rolle spielt. Passt nicht für: kleine Kofferräume, ein Käufer schreibt, er passe um wenige Zentimeter nicht hinein. Wer geräuschempfindlich ist, sollte die Stimmen zum Quietschen lesen.
Warum in der Auswahl: zweiter Selbstfahrer mit fast tausend Bewertungen und höherer Belastbarkeit als der Bolonia.
Was Käufer berichten: stabil, bequemer breiter Sitz, leicht zu schieben, kommt fast fertig montiert an. Zu bedenken: Mehrere Stimmen berichten, dass er nach einigen Wochen bis Monaten zu quietschen beginnt. Ein Käufer vermisst einen Kippschutz hinten, ein anderer beschreibt die Räder als harte Kunststoffreifen. 4,4 von 5 Sternen bei 939 Bewertungen (Stand 29.10.2026).
- Selbstständig in der Wohnung unterwegs
- Große Räder rollen leichter über Schwellen
- Kann zusätzlich geschoben werden
- Breiter, in dieser Auswahl 64 cm
- Schwerer beim Verladen
- Braucht Kraft in beiden Armen und Schultern
Ein einfacher Test vor dem Kauf: Einen Küchenstuhl in die engste Tür der Wohnung stellen und links und rechts ein Stück Klebeband auf den Boden kleben, im Abstand der Gesamtbreite des Wunschmodells. Bleibt zwischen Band und Türrahmen auf jeder Seite noch eine Handbreit Platz, kommt man auch mit den Händen an den Greifreifen durch. Beim Kofferraum genauso: Faltbreite, Höhe und Länge auf einen Zettel schreiben und vor dem Bestellen mit dem Zollstock nachmessen.
Transportrollstühle: wenn Angehörige schieben
Kleine Hinterräder machen den Rollstuhl schmaler und leichter, er lässt sich aber nicht selbst antreiben. Für den Weg zur Arztpraxis, ins Krankenhaus oder zum Familienfest reicht das oft, wenn jemand dabei ist.
PEPE Mobility Transportrollstuhl faltbar, Sitz 46 cm, bis 113 kg
Wer begleitet wird, braucht keine großen Räder, aber einen bequemen Sitz und eine Bremse, auf die man sich verlassen kann. Dieses Modell hat laut Hersteller einen 46 cm breiten Sitz in 49 cm Höhe, Hinterräder von 30 cm und breite, pannensichere Vorderräder. Es wiegt 15 kg und trägt bis 113 kg. Die Armlehnen klappen hoch, die Fußstützen sind abnehmbar. Hinten gibt es einen Hebel, mit dem die schiebende Person den Rollstuhl über eine Bordsteinkante ankippen kann.
Passt für: Arztwege, Besuche und Ausflüge mit Begleitung. Passt nicht für: alle, die sich selbst fortbewegen wollen, und für stundenlanges Sitzen ohne Sitzkissen.
Warum in der Auswahl: höchste Sternebewertung der sechs, gute Belastbarkeit bei normaler Sitzbreite.
Was Käufer berichten: stabil, lässt sich sehr schmal zusammenklappen, einfache Montage, gut funktionierende Bremsen. Zu bedenken: Die Hinterräder sind starr, gelenkt wird über die Vorderräder. Bei einer Käuferin riss nach einiger Zeit die Sitzbespannung. 4,7 von 5 Sternen bei 795 Bewertungen (Stand 29.10.2026).
Mobiclinic Maestranza, faltbarer Transportrollstuhl aus Stahl
Der Maestranza ist ein schlichter, günstiger Schieberollstuhl mit Stahlrahmen. Laut Mobiclinic misst der Sitz 43,8 mal 39,8 cm, die Sitzhöhe liegt bei 48,4 cm. Er wiegt 15,4 kg und trägt bis 100 kg. Gefaltet ist er 28,5 cm breit, offen 60,5 cm. Die gepolsterten Armlehnen lassen sich nach hinten klappen und abnehmen, die Fußstützen ebenfalls.
Passt für: die Wohnung, befestigte Wege und als Zweitrollstuhl für Besuche. Passt nicht für: Kies, Kopfsteinpflaster und Gehwegrillen, dort bleiben die kleinen Vorderräder laut Käuferstimmen leicht hängen.
Warum in der Auswahl: die meisten Bewertungen der sechs, niedriger Preis.
Was Käufer berichten: kommt fast fertig montiert, passt durch die Türen, lässt sich gut falten und auch in einen Kleinwagen laden. Zu bedenken: Einige Stimmen nennen ihn nur für die Wohnung geeignet, eine berichtet von schnell beschädigten Fußstützen. Greifreifen hat er nicht, wer darin sitzt, kann sich nicht selbst bewegen. 4,3 von 5 Sternen bei 1.853 Bewertungen (Stand 29.10.2026).
Schmal für die Wohnung, leicht für den Kofferraum
Zwei weitere Transportrollstühle lösen je ein bestimmtes Problem: eine enge Badtür oder einen Rollstuhl, den eine ältere Begleitperson allein ins Auto heben muss.
PEPE Mobility Rollstuhl faltbar schmal, Sitz 38 cm, für die Wohnung
In vielen älteren Wohnungen ist die Badtür das Nadelöhr. Dieser Transportrollstuhl ist laut Hersteller nur 54 cm breit, der Sitz 38 mal 40 cm. Er wiegt 13 kg, trägt bis 100 kg und hat 20 cm große Räder. Zusammengeklappt misst er 29 mal 74 mal 59 cm. Fußstützen, Sicherheitsgurt und Rückentasche gehören dazu, hinten gibt es Hebel zum Ankippen an Stufen.
Passt für: schlanke Menschen und enge Wohnungen, etwa den Weg vom Bett ins Bad. Passt nicht für: breitere Hüften, längere Wege draußen und den Dauergebrauch.
Warum in der Auswahl: schmalster Rollstuhl der Auswahl, mit vielen Bewertungen von Familien, die ihn für die Pflege zu Hause nutzen.
Was Käufer berichten: wendig, passt ins Bad, schnell aufgebaut, leicht ins Auto zu laden, die Fußstützen halten zuverlässig. Zu bedenken: Mehrere Stimmen finden ihn sehr schmal zum Sitzen und draußen weniger geeignet; für kurze Strecken gut, dauerhaft eher nicht. 4,4 von 5 Sternen bei 772 Bewertungen (Stand 29.10.2026).
Mobiclinic Pirámide, Transportrollstuhl aus Aluminium, Sitz 41 cm
Mit 10 kg ist der Pirámide der leichteste Rollstuhl hier, und er hat als einziger der vier Transportrollstühle laut Hersteller Bremsen an den Schiebegriffen zusätzlich zu den Feststellbremsen an den Rädern. Das hilft bei Gefälle, wo die schiebende Person sonst nur mit den Armen halten kann. Die Rückenlehne ist geteilt und klappt um, die Fußstützen klappen hoch, es gibt eine Ankipphilfe. Offen ist er 54 cm breit, gefaltet 28,5 cm, die Sitzhöhe liegt bei 47 cm.
Passt für: Reisen, Arztwege mit dem Auto und alle, bei denen die schiebende Person den Rollstuhl selbst einladen muss. Passt nicht für: Pflaster und unebene Wege, und nicht für schwerere Menschen, denn die vorsichtigere Herstellerangabe nennt 100 kg.
Warum in der Auswahl: geringstes Gewicht, Bremse am Griff, mehr als 1.800 Bewertungen, verkauft und versendet von Amazon.
Was Käufer berichten: leicht zu heben, passt auch in kleine Kofferräume, auf glatten Böden gut zu schieben, als Lösung für einige Wochen nach Unfall oder Operation geeignet. Zu bedenken: Die Vorderräder sind klein, auf Kleinpflaster wird es unruhig. Manche finden die Fußraster beim Ein- und Aussteigen im Weg, einzelne Stimmen beschreiben ihn als wackelig. 4,1 von 5 Sternen bei 1.807 Bewertungen (Stand 29.10.2026).
- Schmaler, hier 54 bis 61 cm
- Leichter zu heben und zu verstauen
- Günstiger als die meisten Selbstfahrer
- Ohne Begleitung kommt man nicht vom Fleck
- Kleine Räder hängen an Kanten und Pflaster
- Meist nur Feststellbremsen, keine Bremse am Griff
Rezept, Sanitätshaus, Zuzahlung: der Weg über die Krankenkasse
Nach § 33 SGB V haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf Hilfsmittel, die im Einzelfall nötig sind, um eine Behinderung auszugleichen oder den Erfolg einer Behandlung zu sichern (§ 33 SGB V im Wortlaut). Ein Rollstuhl gehört dazu. Rollstühle stehen im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands in der Produktgruppe 18 (Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands). Die Rollstühle auf dieser Seite haben in ihren Angeboten keine Hilfsmittelnummer, sie sind als Privatkauf gedacht.
Was es kostet: Die Zuzahlung beträgt nach § 61 SGB V zehn Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro, aber nie mehr als das Hilfsmittel selbst kostet (§ 61 SGB V im Wortlaut). Bei einem Rollstuhl für 400 Euro wären das zehn Prozent, also 40 Euro, gedeckelt auf 10 Euro. Wählt man ein Modell, das über das Notwendige hinausgeht, trägt man die Mehrkosten selbst; so steht es ebenfalls in § 33.
Wann ein eigener Kauf trotzdem sinnvoll sein kann: als zweiter, leichter Rollstuhl, der im Auto bleibt, während der Kassenrollstuhl zu Hause steht; für eine Reise; oder für gelegentliche längere Wege, wenn sonst der Rollator reicht. Wer schon einen Antrag laufen hat oder plant, fragt vor einem Kauf bei der Kasse nach. Ein selbst gekaufter Rollstuhl wird in der Regel nicht nachträglich erstattet. Ich bin kein Rechtsberater; verbindlich ist, was die eigene Kasse sagt.
Sicher umsetzen, sicher schieben
Erst bremsen, dann setzen. Vor jedem Hinsetzen und Aufstehen beide Feststellbremsen anziehen und die Fußstützen hochklappen oder zur Seite schwenken. Wer sich auf eine heruntergeklappte Fußplatte stellt, kann den Rollstuhl nach vorn kippen.
Bordsteine rückwärts hinunter. Eine Kante fährt man mit einem Transportrollstuhl am sichersten rückwärts hinunter, die großen Räder zuerst. Hinauf geht es vorwärts: mit dem Fuß auf den Ankipphebel treten, die Vorderräder anheben, dann schieben.
Gefälle einplanen. Die meisten Transportrollstühle haben keine Bremse am Griff. Bei steilen Rampen deshalb langsam gehen, im Zweifel zu zweit. Für die Stufe vor der Haustür gibt es mobile Rollstuhlrampen.
Nach dem Auspacken nachziehen. Schrauben, Bremsen und Steckachsen nach der Montage und dann alle paar Wochen prüfen. Quietscht etwas, lohnt ein Blick in die Anleitung, bevor man zum Öl greift.
Haut im Blick behalten. Wer länger im Rollstuhl sitzt, kann am Gesäß oder an den Fersen Druckstellen bekommen. Rötungen, die nach einer Pause nicht verschwinden, in der Hausarztpraxis zeigen.
Was ich geprüft habe und was nicht
Am 29.10.2026 habe ich auf Amazon.de faltbare Rollstühle nach Bewertungen sortiert, die Produktseiten der Kandidaten abgerufen und Maße, Gewicht, Belastbarkeit und Bremsen aus den Herstellerangaben übernommen. Je Modell habe ich die auf der Produktseite angezeigten Rezensionen und Amazons Zusammenfassung gelesen, ausdrücklich auch die kritischen. Zwei Rollstühle bekannter deutscher Hersteller mit Hilfsmittelnummer zeigten zu diesem Zeitpunkt keinen verlässlichen Preis und sind deshalb nicht dabei. Ein weiteres Modell habe ich wegen wiederholter Klagen über nachlassende Bremsen aussortiert. Selbst getestet habe ich keinen der Rollstühle. Wie ich grundsätzlich auswähle, steht auf meiner Seite Über mich.
Häufige Fragen zum Rollstuhl für Senioren
Welcher Rollstuhl eignet sich für Senioren?
Das hängt davon ab, wer ihn bewegt. Wer sich mit beiden Armen selbst antreiben kann, nimmt einen Selbstfahrer mit großen Greifreifen. Wer geschoben wird, kommt mit einem leichteren, schmaleren Transportrollstuhl aus. Danach entscheiden Gesamtbreite, Faltbreite, Gewicht und Belastbarkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Selbstfahrer und Transportrollstuhl?
Der Selbstfahrer hat große Hinterräder, in dieser Auswahl 60 bis 62 cm, mit Greifreifen zum Selbstantrieb. Der Transportrollstuhl hat kleine Hinterräder von 20 bis 30 cm und wird geschoben. Er ist dadurch schmaler und meist leichter.
Zahlt die Krankenkasse einen Rollstuhl?
Ja, wenn er wegen Krankheit oder Behinderung nötig ist und ärztlich verordnet wird; Grundlage ist § 33 SGB V. Die Versorgung läuft über ein Sanitätshaus, das Vertragspartner der Kasse ist. Vor einem eigenen Kauf sollte man die Kasse fragen, denn ein selbst gekaufter Rollstuhl wird in der Regel nicht nachträglich erstattet.
Wie hoch ist die Zuzahlung für einen Rollstuhl?
Nach § 61 SGB V zehn Prozent des Abgabepreises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro. Wählt man ein Modell über das Notwendige hinaus, kommen die Mehrkosten dazu.
Wie breit muss die Tür für einen Rollstuhl sein?
Breiter als die Gesamtbreite des Rollstuhls, nicht als die Sitzbreite. In dieser Auswahl liegt die Gesamtbreite zwischen 54 und 64 cm. Bei Selbstfahrern kommt Platz für die Hände an den Greifreifen dazu, eine Handbreit auf jeder Seite ist ein guter Anhalt.
Wie schwer ist ein faltbarer Rollstuhl?
Die sechs Modelle hier wiegen zwischen 10 kg (Mobiclinic Pirámide aus Aluminium) und 17,5 kg (PEPE-Selbstfahrer aus Stahl). Aluminium ist leichter, Stahl meist günstiger.
Passt ein Rollstuhl in den Kofferraum?
Gefaltet sind die Modelle hier 27 bis 29 cm breit. Entscheidend sind aber auch Höhe und Länge, beim PEPE-Selbstfahrer etwa 92 mal 80 cm. Den Kofferraum innen ausmessen und mit allen drei Werten vergleichen.
Welche Sitzbreite brauche ich?
Die Sitzbreite sollte zur Hüftbreite im Sitzen passen, mit etwas Luft für dicke Winterkleidung. 38 cm ist sehr schmal, 46 cm ein häufiges Maß. Am verlässlichsten misst das Sanitätshaus aus.
Kann ein Transportrollstuhl auch selbst gefahren werden?
Nein. Die kleinen Hinterräder haben keine Greifreifen, man kann sich höchstens mit den Füßen ein Stück abstoßen. Wer sich in der Wohnung selbst bewegen möchte, braucht einen Selbstfahrer.
Worauf muss ich beim Umsetzen achten?
Vorher beide Feststellbremsen anziehen und die Fußstützen hochklappen oder wegschwenken. Hochklappbare Armlehnen und ein Rutschbrett erleichtern das seitliche Hinüberrutschen vom Bett oder Sessel. Wie das sicher geht, zeigt das Sanitätshaus bei der Einweisung.
Quellen, abgerufen am 29.10.2026: § 33 SGB V, Hilfsmittel; § 61 SGB V, Zuzahlungen; Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands; Produktangaben der Hersteller auf Amazon.de.
Zubehör und Hilfen rund um den Rollstuhl
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Ich bin Jens Müller. Von 1994 bis 1997 habe ich am Klinikum Mannheim die Ausbildung zum Krankenpfleger absolviert und danach einige Jahre dort in der Inneren Medizin und Kardiologie gearbeitet. Später habe ich an der Fachhochschule Darmstadt Informatik studiert und als Bachelor of Science (FH) abgeschlossen, heute arbeite ich als Webdesigner. Meinen Vater haben meine Mutter und ich mehrere Jahre zu Hause gepflegt. Ich kenne also beide Seiten: wie Pflege im Krankenhaus abläuft und wie sie zu Hause aussieht.
Auf seniorenmax stelle ich Hilfsmittel vor, die ich aus Klinik und Familie kenne oder deren Maße, Datenblätter und Erfahrungsberichte ich verglichen habe. Ein Labortest ist das nicht. Ein Teil der Links führt zu Partnern, darunter Amazon. Kommt darüber ein Kauf zustande, erhalte ich eine Provision, am Preis ändert das nichts.
